Begegnungen mit Menschen, die auf Kreta leben, arbeiten und träumen – und das Blau zu ihrem Zuhause gemacht haben.
Jeder Ort wird durch die Menschen geprägt, die mit ihm leben.
Manche sind hier geboren. Andere sind geblieben. Wieder andere kommen Jahr für Jahr zurück und haben der Insel einen festen Platz in ihrem Leben gegeben.
An der Südküste Kretas begegnet man ihnen in Werkstätten, Ateliers, Kafenia, auf Dorfplätzen oder am Meer. Jeder bringt seine eigene Geschichte mit. Gemeinsam erzählen sie etwas über diesen Ort.
„Menschen im Blau“ versammelt solche Begegnungen. Nicht als Lebensläufe, sondern als Annäherungen an Menschen, die Kreta auf ihre Weise bewohnen, gestalten oder immer wieder aufs Neue entdecken.
Ihre Geschichten erzählen auch etwas über die Insel selbst.
Linda Crast
„Ich sehe es. Ich liebe es. Und ich kann nicht ohne es leben.“
Für Linda Crast ist Blau mehr als eine Farbe. In ihren Bildern, Collagen und Wandarbeiten verbindet sich das Licht Kretas mit einer freien und kraftvollen Bildsprache.
Ein Ort, der weitergetragen wird
Es gibt Orte, die nicht verschwinden, auch wenn sie lange geschlossen sind.
Das Kantifés ist so ein Ort.
Heute ist es wieder offen – und man merkt, dass es nie ganz weg war.
Manche Orte entstehen nicht aus Planung,
sondern aus einer Entscheidung.
Das Arthouse in Kamilari ist kein Ausstellungsraum im klassischen Sinn.
Es ist ein Ort, der aus einer Haltung heraus gewachsen ist –
getragen von Menschen, die Kunst nicht nur zeigen wollen,
sondern leben.
Malerei zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion.
Seine auf Kreta entstandenen Arbeiten zeigen Landschaft nicht als Motiv, sondern als Erfahrung – ruhig, prüfend und offen für den langsamen Blick.
Man spricht hier wenig darüber.
Das Meer ist da.
Wie das Licht,
wie der Wind.
Und vielleicht ist es das,
was bleibt:
nicht das Blau,
sondern die Weise,
in ihm zu leben.