Matala liegt an der Südküste Kretas, am offenen Meer, westlich von Pitsidia.
Über dem Strand öffnen sich die berühmten Höhlen in den Felsen.
Ein Satz an der Mauer:
„Today is life – tomorrow never comes.“
Im Sommer füllt sich der Ort, im Winter bleibt er still – Meer, Fels und Wind.
Matala trägt seine Zeit sichtbar:
in den Spuren im Stein, in den Geschichten, die geblieben sind,
und in denen, die immer wieder neu entstehen.
Matala war lange kaum mehr als ein Fischerdorf an der Südküste Kretas. Meer, Wind und die honigfarbenen Felsen über der Bucht – mehr brauchte es nicht.
1970/71 war Joni Mitchell im Ort. Ihr Song „Carey“ (Album Blue, 1971) entstand in dieser Zeit – im Umfeld des Mermaid Café und der kleinen Gemeinschaft um Cary Raditz. So wurde Matala Teil der Popgeschichte.
Dieser Abdruck ist geblieben – leise, im Hintergrund. Als Erinnerung an einen Sommer, der einmal freier gewesen sein soll, und an einen Ort, an dem Zeit anders gezählt wurde.
Im Sommer spielen Musiker vor Bars und Tavernen: Gitarren, Stimmen, Percussion. Die Musik kommt von Menschen, die hier leben – und von denen, die nur für eine Saison bleiben.
Einige Tage vor dem jährlichen Festival verändert sich der Ort sichtbar. Gehwege und Plätze werden bemalt. Die Motive greifen die frühen Jahre auf – nicht als Zitat, sondern als Weiterführung.
So bleibt Matala zweierlei: ein lebendiger Ort im Jetzt – und ein Raum, in dem Musik und Bilder weiterwirken.
Musik Musik gehört zu Matala – seit den Jahren, in denen Reisende hier nach einem anderen Leben suchten.
1970/71 war Joni Mitchell im Ort. Ihr Song „Carey“ (Album Blue, 1971) entstand in dieser Zeit – im Umfeld des Mermaid Café und der kleinen Gemeinschaft um Cary Raditz.
So wurde Matala Teil der Popgeschichte.
Dieser Abdruck ist geblieben – leise, im Hintergrund.
Als Erinnerung an einen Sommer, der einmal freier gewesen sein soll, und an einen Ort, an dem Zeit anders gezählt wurde.
Im Sommer spielen Musiker vor Bars und Tavernen: Gitarren, Stimmen, Percussion. Die Musik kommt von Menschen, die hier leben – und von denen, die nur für eine Saison bleiben.
Einige Tage vor dem jährlichen Festival verändert sich der Ort sichtbar.
Gehwege und Plätze werden bemalt. Die Motive greifen die frühen Jahre auf – Blumen, Zeichen, Farben – nicht als Zitat, sondern als Weiterführung.
So bleibt Matala zweierlei:
ein lebendiger Ort im Jetzt – und ein Raum, in dem Musik und Bilder weiterwirken.
Einmal im Jahr wird dieser Hintergrund hörbar, wenn der Strand vor den Höhlen zur Bühne wird.
An einer Mauer direkt am Meer steht seit Jahrzehnten ein Satz:
„Today is life – tomorrow never comes.“
Wer ihn zuerst schrieb, weiß niemand genau.
Vielleicht war es ein Fischer, vielleicht jemand, der einfach hier lebte.
Sicher ist nur:
Der Satz gehört zu diesem Ort.
Im Winter ist Matala fast leer.
Anfang November schließen Tavernen, Läden und Hotels und bleiben es meist bis Ostern. Nur ein Café auf der Platia hat ganzjährig geöffnet – für die wenigen, die bleiben.
Es gibt Tage, die mild wirken, und andere, an denen der Wind das Dorf fest im Griff hat. Das Meer zeigt zwei Zustände: ruhig wie ein See – oder so heftig, dass der Strand verschwindet und Sandsäcke die Restaurants am Ufer schützen.
Die Höhlen verändern sich nicht. Nur das Licht tut es. In der schrägen Wintersonne leuchten die Felsen gelb und orange.
Zwischendurch streifen Katzen durch die Wege – als gehörte der Ort für eine Zeit nur ihnen.
Matala kennt zwei Zustände: dicht im Sommer, reduziert im Winter. Beides gehört zusammen.
Wer Matala besucht, aber ruhiger wohnen möchte, findet im nahegelegenen Pitsidia eine Alternative:
Die Wellen singen
ein Lied ohne Uhr.
Hier wohnen Erinnerungen,
die keine Zukunft brauchen.
„Tomorrow never comes.“
Der Wind sagt es leise,
während das Blau sich senkt
in die Dämmerung.
Der Fels atmet langsam,
die Luft hält das Licht.
Ich sitze zwischen gestern und jetzt –
und beides wird still.
Manchmal bleibt das Meer ernst,
der Horizont eine ruhige Linie.
Ich atme tiefer –
und die Zeit atmet mit.